Über uns & Capoeira Geschichte

Über uns & Capoeira-Geschichte

Die Gruppe Capoeira Alto Astral (GCAA) ist eine international aktive Capoeira-Gruppe, die unter der Leitung von Mestre Marco António und Contra-Mestre Carlos Cerqueira (Cogumelo) das Ziel verfolgt, Capoeira mit all seinen Aspekten zu lehren und weiter zu entwickeln. GCAA bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ein professionell gestaltetes Capoeira-Training in unseren Akademien. Dazu bieten wir an Schulen und anderen gemeinnützigen Organisationen auch Workshops an. Die GCAA verfolgt das Ziel, Capoeira weiter zu entwickeln, bekannter zu machen und vor allem Capoeira auch außerhalb Brasiliens zu leben. Als Capoeira-Gruppe organisieren und vermitteln wir dazu
regelmäßig auch internationale Capoeira Events und Camps, mit
allem was dazu gehört (z.B. Camp in Portugal und Brasilien).

Capoeira ist eine afro-brasilianische Kunstform sowie ein nationales Kulturerbe Brasiliens. In der Capoeira verschmelzen Elemente aus Kampfkunst, Tanz, Akrobatik mit Musik und Ritual. Diese Kombination macht diese Sportart zu etwas einzigartigem und ist deswegen heutzutage so beliebt. Capoeira wird in einer Roda (ein Kreis) gespielt. Die Dynamik einer Roda bietet neben dem Spaß auch lehrreiche Erfahrungen. Eine Roda stellt alle Schüler auf eine gleiche Ebene, da es dabei nicht ums blosse Gewinnen geht. Capoeira kann nicht alleine gespielt werden, sondern es braucht dazu die Gruppe. Auf diesem Bewusstsein wächst das Gefühl der Gemeinschaft. Aspekte die auch für unser Leben als Menschen in einer Gesellschaft wichtig sind. Es fördert das Bewusstsein und lehrt Kinder miteinander zu leben.

 

Capoeira-Geschichte

Im Nordosten Brasiliens entwickelte sich vor Jahrhunderten, zunächst in
den Sklavenhäusern und später in Gegenden, wo sich entflohene Sklaven
versteckten, die heutige Kampfkunst “Capoeira”. Die Wurzeln dieser Kampfkunst
liegen vermutlich in traditionellen, afrikanischen Kriegstänzen und Ritualen,
welche die Sklaven aus ihrer Heimat mitbrachten. Sie übten und verbesserten
ihre Kampfpraktiken als Tanz getarnt. Waren Sklavenaufseher anwesend, wurden in
der Muttersprache Lieder gesungen, geklatscht und getanzt. War man alleine,
wurde Capoeira geübt.

Inhaltlich spielt sich Capoeira auf drei Ebenen ab: dem Kampf, der Musik
und der „Roda“ (port. „Kreis“) als gesellschaftlichem Rahmen, in dem der Kampf stattfindet. Die Kampftechniken selbst zeichnen sich durch extreme Flexibilität aus; es gibt viele Drehtritte, eingesprungene Tritte und Akrobatik. Traditionell wird von den Teilnehmern zu den Kämpfen Musik gespielt, diese folgt einem Rhythmus in verschiedenen Variationen; dazu werden passende, häufig noch aus der Zeit der Sklaverei stammende Lieder gesungen. Auch daher ist Capoeira für unsere Schülerinnen und Schüler so spannend, weil sie nicht nur lernen, tanzend zu kämpfen oder kämpfend zu tanzen, sondern auch, einen Trommel- oder Klatschrhythmus zu spielen und dabei brasilianische Lieder zu singen.

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